Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie
 Universitätsmedizin Leipzig

Hüftkopfnekrose / Moderne Behandlungsverfahren

Die Hüftkopfnekrose des Erwachsenen ist eine Erkrankung des mittleren Erwachsenenalters: Ursachen sind u. a. die hoch dosierte Behandlung mit Cortison, Alkoholmissbrauch, Nierentransplantationen und Chemotherapie. Zunehmend findet sich diese Erkrankung ohne nachweisbare Gründe. Bei persistierenden Hüftschmerzen sollte daher, wenn keine andere Ursache gefunden wird, auch bei unauffälligem Röntgenbild immer ein MRT erfolgen. Da häufig beide Hüften betroffen sind, müssen auch beide Gelenke untersucht werden. Zeigt sich ein Frühstadium der Hüftkopfnekrose, so können gelenkerhaltende Maßnahmen eingesetzt werden, um eine endoprothetische Versorgung zu vermeiden. Hier gibt es prinzipiell die Möglichkeit konservativ vorzugehen. Die alleinige konservative Behandlung mittels Physiotherapie kann das Fortschreiten der Erkrankung allerdings nicht verhindern. Hier kommen Medikamente wie Ilomedin zur Verbesserung der Durchblutung oder Bisphosphonate zum Einsatz. Betont werden muss allerdings, dass es sich dabei um so genannte „Off Label" Verfahren handelt. Die Kombination eines operativen Eingriffes, bei dem der erkrankte Hüftkopf mit einem dünnen Bohrer oder Drähten angebohrt wird und die postoperativen Gabe eines Bisphosphonates oder von durchblutungsfördernden Medikamenten über mehrere Tage bringt laut neuesten Studien sehr gute Ergebnisse beim Kampf um den Erhalt des Gelenkes. Bei fortgeschrittenen Hüftkopfnekrosen hilft nur noch der künstliche Gelenkersatz, um Schmerzen zu beseitigen und das normale Gehen zu ermöglichen. Hinweise auf diese Methoden finden sich in den aktuellen Leitlinien auf den Web-Seiten des AWMF.


Atraumatische Hüftkopfnekrose des Erwachsenen  S3-Leilinie -  Patientenversion (PDF 240 kB)
 
Letzte Änderung: 19.08.2015, 12:57 Uhr
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