Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie
 Universitätsmedizin Leipzig

Mega-Endoprothesen bei Defekten

Plus Symbol Megaimplantate sind Sonderimplantate, die aus extraossären Modulen und den intramedullär (zementiert oder zementfrei) zu implantierenden Stielen bestehen. Die einzelnen Komponenten werden durch unterschiedliche mechanische Mechanismen miteinander so verbunden, dass individuelle Anpassung der Rotationsstellung ermöglicht wird. Die verschiedenen Komponenten eines Megaimplantates ermöglichen somit individuell jede Art der Defektüberbrückung vom diaphysären Ersatz über den proximalen bzw. distalen Knochenersatz bis hin zum totalen Knochen- und Gelenkersatz überwiegend der unteren Extremitäten, aber auch im Bereich der oberen Extremitäten.

In der Hüft- und Knieendoprothetik sind modulare Endoprothesensysteme heute als Standard anzusehen und werden dem¬entsprechend von nahezu allen Implantatherstellern angeboten. So sind sowohl in der Primärendoprothetik als auch in besonderem Maße in der Revisionschirurgie individuelle Kombinationen mit standardisierten Implantaten möglich. Eine besondere Herausforderung in der Orthopädischen Chirurgie stellt allerdings die Überbrückung langstreckiger Knochendefekte dar, mit der wir zum Einen bei der operativen Behandlung von Primärtumoren und Metastasen konfrontiert sind, in zunehmendem Maße aber auch bei Revisionsoperationen mit teilweise extremen Knochensubstanzverlusten sowie auch in besonderen Fällen periprothetischer Frakturen.
Nach langjähriger Erfahrung mit komplexen Fällen, in denen die Megaimplantate zu Einsatz kamen, möchten wir unseren Patienten einen unbegrenzten Handlungsspielraum bei knöchernen Defektsituation, Tumoren und/oder Komplikationen von Hüft- und Knieendoprothetik bieten.

 
Letzte Änderung: 11.03.2015, 13:43 Uhr
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