Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie
 Universitätsmedizin Leipzig

Historische Wurzeln der Klinik

Orthopädie

Die Orthopädie hat in Leipzig eine sehr lange und wechselvolle Geschichte. Bereits im Jahre 1816 veröffentlichte der Gynäkologie-Professor Johann Christian Gottlieb Jörg das erste orthopädische Lehrbuch in deutscher Sprache. Sein geistiger Nachfolger Ernst August Carus eröffnete 1829 die "Krankengymnastisch-orthopädische Privatanstalt" - die erste orthopädische Bettenstation der Stadt. Weitergeführt wurde diese 1843 von Daniel Gottlieb Moritz Schreber, auf den die Schrebergärten zurückgehen und dessen Buch "Die ärztliche Zimmergymnastik" 25 Auflagen erlebte.

Schildbach Carl Hermann Schildbach
Dessen Nachfolger in der Privatanstalt, Carl Hermann Schildbach, war der erste Mediziner, der sich in Deutschland im Fach Orthopädie habilitierte. Unter seiner Leitung wurde das von Carus gegründete Institut am 26. April 1876 als "Staatliche Orthopädische Universitätspoliklinik" der Leipziger Universität angeschlossen - somit ist die heutige Orthopädische Universitätsklinik Leipzig die älteste in ganz Deutschland.


Schede Franz Schede Unter der Leitung von Franz Schede wurde ein Neubau auf dem Grundstück Philipp- Rosenthal-Straße durchgesetzt. Die neue Orthopädische Klinik wurde 1930 bezogen und galt in der Folgezeit als eine der modernsten und bestausgestatteten in Europa.


Im Zweiten Weltkrieg wurde die Klinik mehrfach von Bomben getroffen und beschädigt. Wegen zahlreicher Repressalien verließ Schede die Stadt Leipzig 1947.

Orthopädische Klinik Orthopädische Klinik Unter den namhaften Klinikdirektoren der Nachkriegszeit ist Peter Friedrich Matzen sicherlich herauszuheben. Er leitete die Klinik von 1955 bis 1975 und veranlasste den Umbau und die Rekonstruktion vieler Abteilungen. Matzen führte zahlreiche neue Operationsmethoden ein, so hielten unter seiner Leitung auch die Endoprothetik sowie Knochen- und Knorpeltransplantationen Einzug in die Orthopädie. Unter seinen Nachfolgern wurde diese Entwicklung erfolgreich weitergeführt und um wesentliche Bereiche, etwa die operativen Behandlungen an der Wirbelsäule, erweitert.

Unter der Leitung des Klinikdirektors Georg von Salis-Soglio wurde in den Jahren 1998 bis 2001 eine umfassende Sanierung und Modernisierung der Klinik durchgeführt.

Im September 2005 erfolgte der Umzug der Orthopädischen Klinik an die neuen Standorte Liebigstraße und Oststraße. Die Station ORT-4 zog im November 2006 in das Bettenhaus in der Liebigstraße 22. Mit dem Umzug der Kinderorthopädie in das Gebäude des Frauen- und Kinderzentrums (Liebigstraße) und dem Umzug der septisch-rekonstruktiven Station in das Operative Zentrum waren im Mai 2009 die örtlichen Umgestaltungen abgeschlossen.

Link zum Artikel der Sächsischen Landesärztekammer

 
Letzte Änderung: 26.12.2015, 11:02 Uhr
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